Wo bleibt die Frankenhymne? – Zwangsbier – Abstiege

Servus mitnander,
Geld ist keines da, da muss den Schulen halt anderweitig geholfen werden. Unserem vom Foodblogger zum Sangesbruder gewandelten Landesvater ist da jetzt eine Hymnenpflicht eingefallen. Bei schulischen Festivitäten sollen künftig neben der Bayernhymne mindestens noch das Deutschlandlied oder die Europahymne intoniert werden. Ey, Maggus, was ist denn mit dem Frankenlied? Das soll doch auf deine Veranlassung hin bis Anfang Juli noch mit einer Mittelfrankenstrophe ergänzt werden. Dann wäre es doch vollständig. Oder ist dir das dann doch zu peinlich, wenn Schüler „die Luft geht frisch und rein“ singen, während es aus den Toiletten bis in die Aula stinkt?
Schönen (ohne Landes-)Vatertag wünscht, euer Peter Viebig
Klangkörperwelten
Wenn Politik nicht mehr mit dem Füllhorn, sondern mit dem Rotstift betrieben wird, sollte man sich besser unauffällig bewegen. Die Nürnberger Symphoniker machen gerade leider das Gegenteil und schon fragen sich die ersten, warum eine Stadt wie Nürnberg eigentlich zwei große Orchester braucht. Das andere versucht derweil vorsorglich Sympathiepunkte zu sammeln.
Ortsumgehung ade!
Auf dem Thema Ortsumgehung scheint inzwischen der Deckel drauf zu sein. Die Liste der in Franken geplanten Verkehrsentlastungen wurde stark eingedampft. Ob die verbliebenen Projekte umgesetzt werden, ist ungewiss.
Erst an Trump gescheitert
Christian Schmidt aus Obernzenn tritt als UN-Bosnien-Beauftragter zurück. Schuld sind aber offenbar nicht die Animositäten zwischen Bosniern, Kroaten und Serben, sondern die finanziellen Interessen von Donald Trump.
Zwangsbier
Jahrzehntelang haben wir Tucherbier eher gezwungenermaßen getrunken. Aufgrund von Knebelverträgen mussten es viele Wirte ausschenken. In der Pressekantine kam der Druck über die Anzeigenabteilung (übrigens auch auf die Berichterstattung). Inzwischen versucht Tucher einen auf fränkisch-bodenständig zu machen. Etwa mit der Marke Grüner. Aktuell hilft sogar die taz mit und hat sich das wahrscheinlich nicht mal anzeigenmäßig vergüten lassen.
Niedergang
Der fränkische Fußball rauscht immer mehr ab. Sang- und klanglos endete für die Schweinfurter Schnüdel das Gastspiel in der dritten Liga. Dafür kickt dort künftig wohl das Fürther Kleeblatt. Edelfan Thomas Jung oder Clubpräsident Volker Heißmann hatten schon in der Vergangenheit Besseres zu tun, als im Ronhof ihre Mannschaft anzufeuern. Mangels Klickträchtigkeit brachte nicht mal Nordbayern.de noch Kleeblattartikel. Dass der einst ruhmreiche FCN in der nächsten Zweitligasaison vor allem nicht absteigen will, passt da ins Bild.
Selbstaufbauend
Den Niedergang der Erlanger Bergkirchweih hingegen symbolisierte in den letzten beiden Jahren das Riesenrad. Das fiel deutlich mickriger aus als gewohnt. Jetzt wird aber wieder geklotzt. Das neue heißt „Eyecatcher“, kommt mit wenig Personal aus und baut sich angeblich fast selbst auf.
Fragwürdige Auszeichnung
Joko und Klaas gehören zu jenen Figuren, die ich mit der Fernbedienung immer schnell wegklicke. In Kulmbach war man dennoch in heller Aufregung, weil die beiden ihre Quizshow auf der Plassenburg veranstalteten. Dabei ist das mitnichten eine Auszeichnung für das Kulmbacher Wahrzeichen. Die vorherige Quizshow fand nämlich auf dem Erfurter Wertstoffhof statt.
KI: Kreativer und billiger
Mit der Kreativität im eigenen Haus scheint es nicht weit her zu sein, weshalb der Nürnberger Oberbürgermeister nun einfach die KI Vorschläge zur Umgestaltung des Keßlerplatzes machen ließ. Und der Verlag Nürnberger Presse lässt sie den Lokaljournalismus übernehmen.
Von Seidla zu Seidla wandern
Auswärtige erleben Franken meist anders als unsereins. Manchmal entdecken sie auch etwas, das durchaus eine Nachahmung verdient. Zum Beispiel diese Wandertour durch die Fränkische Toskana.