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Servus mitnander,

Künstlern und anderen Soloselbstständigen geht es derzeit ziemlich dreckig, weshalb sie in Nürnberg eine Demo veranstalteten. Dort meinte die Kulturbürgermeisterin (Foto: Lars Rufer), mit ein bisschen Selbstbeweihräucherung helfen zu sollen. Aber so unselbstständig im Denken ist halt keiner mehr, dass er nicht merkt, wenn Förderrichtlinien für städtische Finanzhilfen so gestrickt sind, dass kaum einer drunter fällt.

Nach Diktat mit der Yacht verreist, Euer                Peter Viebig


Die dümmsten OBs haben die größter Räder

Habt ihr sie auch schon vermisst, die Kerwa-Selfies eurer Kommunalpolitiker? Diesmal muss den Schaustellern anderweitig fürs Freibier gedankt werden. In Fürth ist ein „Herbstvergnügen“ als Kirchweihersatz geplant, in Nürnberg beginnen morgen die „Sommertage“. Jeweils mit Riesenrädern an prominenter Stelle (in Erlangen reciht hingegen ein Kinderkarussell). Dass man sich durch diese Events den Ballermann in die Innenstadt holt und dort Abstand halten schwierig wird, ist halt ein unvermeidlicher Kollateralschaden.

Erst das Fressen…

Eher kleiner und auf das Wesentliche konzentriert präsentieren sich die Bayreuther Ersatzveranstaltungen zu den Festspielen. Statt Wagner gibt es einen Bratwursttag. Der wurde erstmals aber auch anderswo begangen. Etwa in Hof. Wer auf Wagner trotzdem nicht verzichten mag, für den gibt es dennoch Ersatz. Zwar nur online, dafür sitzt man da bequemer als im Festspielhaus.

Vertrauensbonus

Weitgehend wie geplant finden hingegen die Kaspar-Hauser-Festspiele in Ansbach statt. Dass Hauser seine ganze Jugend im echten Lockdown verbracht hat, reicht da wohl als Vertrauensbonus.

Es lebe das Plagiat!

…und nochmal Nürnberg: Da darf der beliebte Kunstbrunnen wegen Ansteckungsgefahr nicht aufgebaut werden, dafür eröffnet die Stadt dann ziemlich genau das Gleiche im neuen Quellepark und feiert sich auch noch dafür.

Handtücher reichen auch

Die Sommerferien haben begonnen. Unsere Schulverantwortlichen  hätten da eigentlich einen massiven Reformstau abzuarbeiten. Aber dann bräuchte ja jeder Schüler einen Laptop und inzwischen gar ein eigenes Auto. Also läuft es wohl auf mehr Papierhandtücher hinaus.  

„Komfort“ kostet

Der Ladeverbund+, zu dem auch die Nürnberger N-Ergie gehört, rechnet beim „Betanken“ von E-Autos neuerdings nach Kilowattstunden und nicht mehr nach Ladezeit ab. Das wird als „komfortabler“ verkauft, ist aber vor allem teurer. Da parallel dazu die Benzinpreise runter gingen, dürfte das mit der Verkehrswende wohl noch dauern.

Kliniken entdecken die Schönheit

Überraschend kam die Meldung von der Schließung der Fürther Schön-Klinik. Mit der waren nämlich die Patienten weitgehend zufrieden. In anderen Häusern war das oft anders. Die steckten nun – wie das Klinikum Fürth – viel Geld in eine halbseitige Zeitungsanzeige mit der Botschaft: „Schön, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken!“ Dass Sicherheit der Schönheit vorzuziehen sei, damit versuchten hingegen Krankenhäuser in Erlangen und Nürnberg die Schönklinik-Mitarbeiter anzuwerben.

Rotstift beim e

Trotz solcher Anzeigenerlöse regiert bei den Tageszeitungen immer noch der Rotstift. Im Forchheimer Lokalteil soll dieser Tage das kleine „e“ konsequent durch ein, weniger Druckerschwärze verbrauchendes, „c“ ersetzt worden sein. Vielleicht war es aber auch ein Versehen.

Selber schuld?

Was die Meldung „Selber ins Gesicht geschlagen“ im Polizeibericht zu suchen hat, kann sich auch nur jemand fragen, der Selb nicht kennt.



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