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Servus mitnander

eigentlich wollte ich nur mal wieder was Beschauliches zum Runterkommen auswählen: den Ausblick beim wohl letzten Kellerbesuch (Laufer Keller) in diesem Jahr. Hätte es aber gar nicht gebraucht angesichts der Beschaulichkeit, die uns jener Menschenfreund bescherte, der am Montag Facebook, Instagram und WhatsApp zerlegt hat. 

Hoffe, ihr habt´s überlebt:                                 Euer Peter Viebig




Infektionsgeschehen

Während sich die einen schon wieder auf die Weihnachtsmärkte freuen, lief in Hilpoltstein eine Festivität der Kirwaboum infektionstechnisch aus dem Ruder. Und das, obwohl die 3G-Regeln angeblich penibel eingehalten wurden.

Laut im Kreis fahren

Wer gehofft hatte, Corona würde wenigstens dem Norisringrennen den überfälligen Abgang bescheren, der sieht sich leider getäuscht. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich da jede Menge Deppenklicks machen lassen.

Abgelassen

Der größte See Unterfrankens wird dieser Tage trocken gelegt. Im sanierungsbedürftigen Ellertshäuser See ist dann erst einmal nichts mehr mit Baden. Das wird wohl bis 2024 dauern.

Der Bambermann wieder 

So ganz kann man sich aus den beiden Meldungen keinen Reim machen. Da lobt sich die Stadt Bamberg zum einen dafür, dass die Sperrung der Unteren Brücke ein voller Erfolg war. Andererseits will sogar Rot-Grün nun einen Ordnungsdienst einführen, der gegen nächtliche Lärmbelästigung, Vermüllung und Wildpinkler vorgeht. Gut, wenn da erstmal der Winter ordnungspolitisch eingreift.    

Vertragsbruch

26.000 Nürnberger hatten für den Radentscheid unterschrieben. Um einen Bürgerentscheid abzuwenden, ließen sich die Initiatoren auf das Versprechen der Stadt ein, die Forderungen für einen besseren Radverkehr umzusetzen. Der sind die damaligen Zusagen jetzt zu teuer. Dass sich da mancher verarscht fühlt, wundert nicht.

Bienenkiller*innen

Weil sie Bienen massiv schädigen, wurden die Wirkstoffe Thiamethoxam und Clothianidin von der EU verboten. Wegen einer Notfallzulassung von Agrarministerin Julia Klöckner wurden sie hierzulande trotzdem weiter verwendet. Jetzt wurde anhand von Proben in den Landkreisen Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Fürth nachgewiesen, dass sich die Pestizide bereits unkontrolliert in der Umwelt ausgebreitet haben.

Duden politisch uncorrect

Das Würzburger Amtsdeutsch hält sich nur bedingt an den Duden. So wird „Zentrum“ auf Wegweisern meist mit C geschrieben. Grund könnte das Würzburger Congress Centrum sein. Korrekterweise müsste das Kongress Zentrum heißen, was aber zu der unglücklichen Abkürzung KZ geführt hätte.

Verhandlung mit dem Hassobjekt  

Zum Sondierungsteam der CSU gehörte auch der Erlanger Bundestagsabgeortnete Stefan Müller. Der hatte sich im Vorfeld besonders abfällig über die Grünen geäußert. Ob er sein „Geschwätz von gestern“ genauso vergessen hat wie seine Nebeneinkünfte? Wahrscheinlicher dürfte sein, dass die CSU mit dieser Nominierung Jamaika subtil hintertreiben und Laschet der Rest geben wollte.

Was offenbar wirklich wichtig ist

Eine Meldung überstrahlte in dieser Woche alles: Lodda ist wieder zu haben.

Kulturpolitik mal anders

Auch mit Antipathien lässt sich die Kultur beleben. Das beweist die Nürnberger Kulturbürgermeisterin. Reihenweise sind gerade Künstler im Stadtgebiet unterwegs, um Aufkleber mit dem Slogan „Leider Lehner“ weiträumig zu verteilen.

Hintergrundgedudel

Gerade erst wurde Bad Kissingen als „Weltkulturerbe“ geadelt, schon fällt es in finstere Provinzialität zurück. Musikalische Qualität bei den Kurkonzerten? Scheißegal! Hauptsache, es dudelt. Das Orchester will da nicht mehr mitmachen und droht mit Streik. 

Lesestoff


Zum 75. Jahrestag der Nürnberger Prozesse wurden die historischen Akten digitalisiert und sind jetzt online verfügbar. 

Im Drogensumpf verfranzt

Wer immer noch Argumente für die Hanffreigabe braucht: Die werden gerade aus Nürnberg geliefert. Dort „verhafteten“ Polizeibeamte einen Automaten, in dem Cannabisprodukte feil geboten wurden. Im Zuge der Ermittlungen musste man kleinlaut zugeben, dass in diesen Produkten Null Rauscherzeugendes vorhanden war. Jetzt versucht die Staatsanwaltschaft dem Hersteller eben daraus einen Strick zu drehen. Schließlich habe der in seiner Werbung angedeutet, man werde davon high.



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