Nürnberg dreht durch – Erlangen schwimmt in Geld

Servus mitnander,
na, da sind wir doch goldrichtig. Es ist immer wieder schön, wenn der Zielort auf den Verkehrsschildern auftaucht. Noch dazu, wenn einem höchstens noch der eigene Gehapparat und nicht ein blöder Stau oder ein Softwarefehler bei der Bahn ausbremsen kann. Dann überkommt einen, wie durch tausende Hollywoodfilme eingetrichtert, das wohlige Gefühl, dass am Ende alles gut wird. Genau wie übrigens bei der FIFA-WM, wo letztlich dann doch der Fußball gewonnen hat.
Wohlsein! Euer Peter Viebig
Wohl überflüssig
Apropos Wohl: In unseren fränkischen Billigportalen hat man das kleine „wohl“ entdeckt und versucht damit, Überschriften ein bisschen zu entschärfen (etwa hier oder hier). Vor Gericht dürfte das aber nichts helfen, da wird das als Tatsachenbehauptung im Gewand einer Vermutung eingestuft. Ihr könnt euer „wohl“ also genauso gut weglassen.
Die Bahn wird privater
Der private Bahnbetreiber Agilis hat den Zuschlag für das Mainfrankennetz erhalten und bedient nun die Regionalstrecken Würzburg-Nürnberg, Würzburg-Bamberg, Würzburg-Treuchtlingen und Würzburg-Schlüchtern.
Nürnberg dreht durch
Weil eine Künstlerin ihren prominenten Partner zur Ausstellungseröffnung mitbrachte, drehte halb Nürnberg am Rad. Darunter auch Leute, die zuvor noch nie im Neuen Museum waren.
Rattenvideos
Unter dem Namen „die-mit-der-Ratte“ wurde eine 17-Jährige aus Bamberg zum Internetstar. Dank der Hamsterratte Bubi. Eines ihrer Videos brachte es auf TikTok sogar auf zwei Millionen Klicks.
Schwamm drüber
Am Fürther Stadttheater wurden die Wogen wieder einigermaßen geglättet. Allen Seiten wurde das Vertrauen ausgesprochen. Mal schauen, wie lange der Frieden hält.
Explodierende Kosten
Dass die Kosten bei größeren Bauvorhaben aus dem Ruder laufen, ist inzwischen fast keine Meldung mehr. Da muss, wie aktuell beim Nürnberger Volksbad, schon der Begriff „Kostenexplosion“ herhalten. Warum Lokalpolitiker dennoch immer wieder blauäugig in solche Projekte rumpeln, dürfte mittlerweile ein Fall für die Psychologen sein.
Ruhmreicher Wasserball?
Blauäugigkeit zeigt sich jetzt schon beim neuen Nürnberger Stadion. Der einst Ruhmreiche dürfte jedenfalls gut beraten sein, wenn er seine Scouts künftig in die Schwimmbäder schickt, um hoffnungsvolle Wasserballer zu verpflichten.
Späte Einsicht
Die Gemeinde Allersberg hat nun doch ihren Beschluss revidiert, eine Straße nach einem Bürgermeister zu benennen, der seinerzeit Mitglied der Nazi-Schlägertruppe SA war.
Wohin mit dem Geld?
Die Erlanger Finanzprobleme sind um eine Facette reicher. Weil die evangelische Kirche inzwischen keinen Kindergarten mehr bauen will, sind plötzlich Mittel frei geworden und jetzt weiß man nicht, wohin damit.