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Lost in Franconia – Print gehen die Argumente aus

Servus mitnander,

wer aktuell in Franken unterwegs ist, könnte meinen, hier seien gerade alle Straßenbauarbeiter Europas zugange. Dass irgendwann gebaut werden muss, geschenkt! Leider hapert es mal wieder an der Information und der Koordination. In Erlangen klagen Ladenbesitzer über Geschäftsschädigung. Am flachen Land wiederum gehen sie offenbar davon aus, dass Google schon selber merkt, wenn eine Ortsdurchfahrt gesperrt ist. Fröhlichkeit mag da nicht so recht aufkommen. Auch anderweitig.

Gesichert nedextrem grüßt euer Peter Viebig

Bürokratie will sich nicht abbauen lassen

Der Freistaat Bayern wollte Bürokratie abbauen, scheitert aber an der Bürokratie. Eigentlich hätte die Stadt Schweinfurt als Modellregion fungieren sollen, um herauszufinden, wo Vereinfachungen möglich sind. Doch dann hat man in Schweinfurt festgestellt, dass alles mit Bundes- oder EU-Recht verzahnt ist und auf bayerischer Ebene ein Bürokratieabbau gar nicht möglich ist.

EU gibt Print den Rest

Ein printaffiner Kollege hat mal als ultimatives Argument gegen das E-Paper vorgebracht: „Da kannst du aber keinen Fisch drin einwickeln.“ Stimmt, aber in Zeitungspapier auch nicht mehr. Auf dem Würzburger Wochenmarkt wird aktuell die Einhaltung einer entsprechenden EU-Verordnung streng kontrolliert. Mit den Druckfarben könnten nämlich Schwermetalle auf die Lebensmittel übergehen.

Kleine Schmutzeleien

Während wegen der Haushaltssperre viele kürzer treten müssen, ermogeln sich die großen Fraktionen im Nürnberger Stadtrat höhere Aufwandsentschädigungen – und dann wundern sie sich…

Irrlangen

Dass durch Erlangen ein Flüsschen namens Schwabach fließt, ist schon verwirrend genug. Wenn dort nun für den Hochwasserschutz Böden versiegelt und Bäume abgeholzt werden, versteht das erst recht keiner.

Nachbarschaftsstreit

Fluglärm macht nicht an Stadtgrenzen halt. Deshalb plädiert der Fürther OB vehement für ein Nachtflugverbot. Sein Nürnberger Kollege lehnt ab: Dann könnte man den Dürer-Airport gleich ganz dicht machen.

Das singt man nicht

Zum Thema Liedgut und Volksfeste kann auch Coburg etwas beisteuern. Auf dem dortigen Klößmarkt hatte eine Band den Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ intoniert, in dem auch das Wort „Arschloch“ vorkommt. So könne man mit Nazis nicht umgehen und überhaupt waren auch Kinder im Publikum, monierten die Beschwerdeführer.

Produktion verlagert

Seit elf Jahren gehört der Zirndorfer TV-Hersteller Metz zum chinesischen Elektronik-Konzern Skyworth. Jetzt wird der Produktionsstandort verlegt. Nein, nicht ins Ausland! Nur nach Nürnberg.

Bildstörung

Im Fürther Ortsteil Poppenreuth haben Wespen das Kabelnetz lahmgelegt. Vodafone arbeitet seit Tagen an einer Lösung. Ohne Erfolg. Dafür haben die betroffenen Bewohner inzwischen herausgefunden, dass sie auch ohne Kabel fernsehen können.

Perlen von früher

Mit neuerer Musik werde ich eher selten warm. Deshalb bin ich dankbar, wenn ich auf Perlen der Vergangenheit hingewiesen werde, die ich vielleicht übersehen habe. Das amerikanische Musikmagazin Spin hat (ist schon eine Weile her) 40 zu Unrecht nicht richtig gewürdigte Alben aufgelistet, die unsereins unbedingt mal hören sollte. Als einzige deutsche Platte ist „Not Particularly Silly“ von Throw That Beat in the Garbagecan! dabei. Und die sind aus Nürnberg.

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