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Servus mitnander,
bei den derzeitigen Temperaturen kommen nicht bloß alte Menschen, sondern auch alte Messgeräte an ihre Grenzen. Die Handykamera übrigens auch. Eigentlich guckten hinter dem Wüstenfahrzeug noch Hardy Krüger und ein schielender Löwe hervor. Aber Luftspiegelungen und Halluzinationen überfordern diese Digitalknipsen halt noch.

Allzeit eine kühle Birne wünscht Euer             Peter Viebig



Wenig grün, viel heiß

Drei Jahre lang haben Wissenschaftler in Würzburg untersucht, wie sich die Bebauung auf des Stadtklima auswirkt. Herausgekommen ist das, was eh schon jeder weiß: Grünflächen fungieren als natürliche Klimaanlagen, während versiegelte Plätze sich bei hohen Temperaturen unerträglich aufheizen.

Letzte Klicks vor der Apokalypse

Die Menschheit ist blöd. Das war dieser Tage auf nordbayern.de zu lesen. Weil es also eh egal ist, kann man dann auch Blödbeiträge wie diesen hier raushauen. Nach dem Motto: Schnell noch ein paar Werbecents einsacken, bevor wir alle sterben.

Technik mit Gendersternchen

Von der Technischen Hochschule Nürnberg sieht und hört man eher wenig. Jetzt hat sie ein Lebenszeichen in Form eines Leitfadens für gendersensible Sprache gesendet. Wie darüber nun per Massenmails debattiert wird, legt allerdings offen: Beim Lehrpersonal muss da noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Heimliche Subventionen

Obwohl die meisten deutschen Städte hoch verschuldet sind, haben sie Millionen übrig, um Kirchentage zu finanzieren. Aktuell will Düsseldorf mehr als fünf Millionen Euro locker machen. In den dortigen Lokalmedien liest man darüber genausowenig wie seinerzeit in Nürnberg, als die Stadt für den nächstes Jahr stattfindenden Kirchentag einen Zuschuss von drei Millionen Euro beschlossen hat. Am Ende pochen Andersgläubige noch auf Gleichbehandlung.

Alles Wagner, oder was?

Anlässlich des gerade erfolgreich beendeten Erlanger Comicsalons möchte ich Daniel Düsentrieb zitieren: Wahnsinn und Verstand trennt nur eine dünne Wand. In Bayreuth wurde diese Wand längst eingerissen. Bei den Festspielen übernimmt jetzt „Wahnfood“ die Verköstigung. Die Entsorgung der Verdauungsrückstände findet auf WCs der Firma Wagner statt. Vielleicht sollte man diesen Typen hier ein lukratives Angebot für den Sicherheitsdienst machen, dann würden sie wenigstens anderswo kein Unheil anrichten.

Heizen statt schwimmen

Nochmal Bayreuth: Um die klimafreundlichere Fernwärme auszubauen, soll dort das alte Stadtbad aufgegeben werden.

Lass die anderen reden

Während die einen über die Verlängerung des 9-Euro-Tickets oder über ein 365-Euro-Ticket debattieren, wird beim VGN die nächste Erhöhung der normalen (eigentlich anormal überteuerten) Fahrpreise geplant.

Wo bleibt der Faktencheck, wenn man ihn mal braucht?

Auf dem Berg war ich nicht, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Aber vielleicht kennt ja einer von euch jemanden, der weiß, wie dort die Bierkrüge gereinigt wurden. Immer noch mit zwei Kaltwasserbädern, eines davon dreckig, das andere nicht mehr ganz so dreckig? Das peinliche Rumgeeiere der Lokaljournalisten bei diesem Thema (hier oder hier) hätte dann wenigstens ein Ende.

Sind wir nicht alle Bayern-Fans?

Dass die ARD meint, das voraussichtlich völlig einseitige Spiel des Drittligisten Viktoria Köln gegen den FC Bayern live übertragen zu müssen, ist das eine. Dass der BR uns das unter dem Hashtag #Franken verkaufen will, das andere. Fränkisch ist an dem Ganzen höchstens, dass der Bruder des graumelierten Herren (rechts im Bild) Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg ist. Oder meint der BR, Franken gehört zu Bayern, da sollen die gefälligst beim FCB mitjubeln?


Zu nackt

In Zeitlofs (Kreis Bad Kissingen) ist ein 91-Jähriger ausgerastet, weil seine Nachbarn auf dem Balkon zu wenig an hatten.

Nachrichtlich ganz oben

Zum Schluss noch eine Schlagzeile aus Hof: Carina Voit hat geheiratet.


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