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Servus mitnander,

die Natur holt sich verloren gegangenen Lebensraum zurück. Sogar mein Schreibhäusla wird okkupiert. Unsereins scheint seinen Schrecken verloren zu haben. Erst recht, wenn es sich nur um einen Kasper mit Laptop handelt, der da ab und zu vorbei schaut.

Also solcher grüßt herzlich                 Euer        Peter Viebig


Gefühllose Konzerne

Während Erlangen und Bamberg nicht auf der Karstadt-Streichliste auftauchten, erwischte es Nürnberg mit voller Wucht. Ausgerechnet Nürnberg, das Karstadt immer die Logenplätze offeriert und alles getan hat (auch von ihren Anzeigenabteilungen getriebene Lokaljournalisten haben mitgeholfen), um den Konzern bei Laune zu halten. Jetzt kommt zur Enttäuschung über so viel Undankbarkeit die Angst hinzu, in prominenter Innenstadtlage könnte eine Wohlstandsruine entstehen, ähnlich wie am Aufseßplatz oder am Bamberger Bahnhof.

Esken diesmal unschuldig

Hass oder zumindest mangelnden Respekt erfährt nicht bloß die Polizei in Stuttgart. Auch Beamte in Erlangen erleben das. Dort waren allerdings nicht Saskia Esken oder eine taz-Autorin (hier ein Kommentar zum verlinkten Beitrag) schuld, sondern der Alkohol.

Aufschub für „reife“ Schweine

Der Tönnies-Skandal strahlt auch nach Franken. In Bamberg hat der Schlachthof ebenfalls für den, sich hinter einer Vielzahl von Labels versteckenden, Billigfleischproduzenten gearbeitet. Nun werden dort erstmal keine Tiere mehr getötet. Wobei sich die Meldungslage praktisch täglich ändert.

Größenwahn

Nachdem die verglasbare Fläche im Nürnberger Knoblauchland endlich ist, zieht es die Gemüsebauerfamilie Höfler nach Langenzenn. Dort will man deren XXL-Gewächshaus aber nicht. Warum wohl?

Geschäftsschädigende Lockerungen

Das längst tot geglaubte Autokino hat – auch in Franken – eine ungeahnte Renaissance erlebt. Mit zunehmenden Lockerungen ebbt diese aber offenbar schon wieder ab.

Öffentlichkeitsvermeidung

Als geschäftsschädigend empfand das Landratsamt Tirschenreuth wohl seine hohe Zahl an Corona-Infizierten. Deswegen wollte es diese unter Verschluss halten. Die Frankenpost hat gegen diese Art der Öffentlichkeitsvermeidung geklagt und Recht bekommen.

Gaffern das Handwerk legen

Auch die eingesperrte Tierwelt entwickelt mittlerweile neues Selbstbewusstsein. Selbst ein asexuelles Weichei wie der Nürnberger Gorilla Thomas geht mittlerweile gewaltsam gegen Besucher vor, wenn sie ihn fotografieren wollen.

Altlasten

Auch Coburg hat ein Rassismusproblem. Eine Initiative will die Stadt dazu zwingen, den Mohren aus dem Stadtwappen zu entfernen. Ähnliche Ansinnen haben allerdings schon die Tucherbrauerei und diverse Apotheken ausgesessen.

Elaborierte Sorgen

Was Probleme angeht, ist Erlangen weiter als der Rest der Welt. Weil die Stadt an Bushaltestellen Kästen mit Geranien aufgestellt hat, gab es Kritik. Die Blumen mögen vielleicht die Menschen erfreuen, nicht aber die Bienen. Künftig sollen bienenfreundlichere Pflanzungen vorgenommen werden. Bis ein Busfahrer gestochen wird, dann gibt´s wieder Geranien. 

Entlarvt

Auch ohne Flugtaxi abheben, das beherrscht unsere fränkische Marie Antoinette. Entlarvt hat sie dabei auch mich: Ich bin eben einfach nur zu bequem, mir ein neues Smartphone zu besorgen, auf dem die Corona-App läuft.

Leck mich doch am Eimer!

In Treuchtlingen hat ein Supermarktkunde aus Protest gegen die Maskenpflicht einen Einkaufswagen und einen Mülleimer abgeleckt.



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