
Servus mitnander,
in Aschaffenburg beteiligte sich auch die Titanic am Wahlkampf. Mit diesem Sprinter. Das war allerdings schon im Jahr 2003,. Damals lag die SPD in Bayern noch bei 20 Prozent und stellte in Aschaffenburg den OB. Jetzt siegte dort erstmals seit 56 Jahren der CSU-Kandidat. Was sollen die SPDler also tun? Noch mehr aufgeben? Noch klarer kommunizieren? Noch konkreter über Kitas reden? Noch kraftvoller Klinken putzen? Noch inbrünstiger das Steigerlied schmettern? Noch zahlreicher den FC Bayern unterwandern? Ich fürchte, darauf wird es wohl hinaus- und daher weiter in Richtung Kleinstpartei laufen.
Es ist ein Trauerspiel, meint euer ehemaliger Willy-Wähler Peter Viebig
Tödliche Umarmung
Der Ausgang der Stichwahlen belegt mal wieder: Wer von den NN gepusht wird, verliert. Dort wo am offensichtlichsten für den SPD-Kandidaten getrommelt wurde, gewannen die CSU-Bewerber. In Nürnberg ziemlich deutlich, in Erlangen und Forchheim eher knapp. Hier mussten aber immerhin langjährige Oberbürgermeister aus dem Amt gekickt werden. Im FT-Verbreitungsgebiet kann die SPD hingegen noch gewinnen.
In der Niederlage vereint
Anstatt sich zu fragen, warum die eigenen „Wahlempfehlungen“ nicht funktionieren, delektiert sich die NN-Chefredaktion lieber daran, dass auch die CSU zu den Losern gehört.
Schlechter Gewinner
Man sollte aber auch gewinnen können. Da gibt es zumindest zwischen CSU und Grünen Unterschiede und in Erlangen wohl noch Lernbedarf.
Reiner Wein erst nach der Wahl
Erlangens Werbeslogan „Offen aus Tradition“ wiederum gilt anscheinend nur nach der Wahl. Schon beim Bürgerentscheid über die StUB wurde erst danach die prekäre Finanzlage öffentlich. Dass die noch prekärer ist, wurde jetzt auch nach der Stichwahl publik.
Willfährige Werbekohorte
Das Klickvieh werbewirksam einsetzen, das praktizierte Adidas schon erfolgreich beim pinken Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Jetzt passiert das Gleiche in Blau. Und wer fällt wieder drauf rein? Nordbayern.de!
Später Ruhm
Das Nürnberger Vater-Tochter-Duo Dan und Peggy Reeder startet in den USA richtig durch. Dieser Tage hatten die beiden sogar einen Auftritt in der Late-Show von Stephen Colbert.
Hof ist doof
Ausgerechnet ein Museum mit dem Namen „Bayerisches Vogtland“ sucht nach fränkischen Schimpfwörtern. Da liegt es nahe, „Dreggsbayern“ in Richtung Hof zu brüllen.