
Servus mitnander,
früher gab es mal die Initiative „Betrunken wählen“, an der sich einige auch hierzulande bekannte Figuren beteiligt hatten. Bei der am Sonntag stattfindenden Kommunalwahl ist für viele jedoch eher „Blind wählen“ angesagt. So ist es zwar schön, dass man in Nürnberg 70, in Fürth, Erlangen und Würzburg 50 und in Bamberg oder Bayreuth 44 Leute für den Stadtrat wählen kann. Aber wenn man halt gerade mal zehn kennt und neun davon bestimmt nicht im Stadtrat sehen will, was dann? Selbst auf dem Land herrscht angesichts vieler zugewanderter, nicht ausreichend integrierter Städter oft Rätselraten, weshalb sich hier schon mal einer den künftigen Gemeinderat in seinen Garten gestellt haben dürfte.
Ein glückliches Ankreuzhändchen wünscht euer Peter Viebig
Als für Kultur noch Geld da war
Die Stadt Erlangen hat kein Geld mehr. Trotzdem wurde jetzt der für 66 Millionen Euro zum Kultur- und Bildungscampus umgebaute Frankenhof eröffnet. Vor neun Jahren sprudelte die Gewerbesteuer noch, gebraucht hätte es den Campus nämlich nicht. Ebenso wie den Denkmalschutz für diesen unansehnlichen Betonklotz.
Dachschaden
Dank extra3 weiß man nun auch bundesweit, dass die Erlanger Akademiker einen Dachschaden haben, genauer gesagt, dass es in marode Unigebäude reinregnet.
Langweiligstes Projekt ever
Der Ausbau des Frankenschnellwegs, gähn!, verzögert sich weiter. Ein neues Bürgerbegehren dräut. Nachdem die Befürworter des Projekts sich mehr und mehr in den Ruhestand verabschieden und selbst auf Unionsseite bemerkt wird, dass sich verkehrlich einiges wandelt, könnte man das tote Pferd doch endlich mal beerdigen.
In Bayern ganz unten
Auf Hof wird gerne herumgetrampelt. Erst landete Hof im Hässlichsten-Städte-Quartett, jetzt wurde überdies der dortige Bahnhof zum hässlichsten in ganz Deutschland gekürt.
Ruinierter Ruf
Trösten können sich die Hofer vielleicht mit dem Fürther Projektentwickler P&P. Der kann dank ruinierten Rufs schon seit Jahren völlig ungeniert agieren. Aktuell ist er wegen nicht und unvollständig bezahlter Handwerkerrechnungen in den Schlagzeilen.
Vereint gegen den Pöbel
Bei Adidas verhält es sich rufmäßig offensichtlich ähnlich. Einerseits nimmt man viel Geld in die Hand um den Straßenbahn fahrenden Pöbel fern zu halten, dafür holt man sich dann Mathias Döpfner in den Aufsichtsrat. Der mag dieses „Gesochs“ schließlich auch nicht.
Geld schießt keine Tore mehr
Die SpVgg Bayreuth verabschiedet sich aus dem Profifußball und macht als Amateurteam weiter. 1979 stand der Verein noch kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga. Ein Jahr später schlug man die Bayern im DFB-Pokal.
Alte Gummibärchen
Warum Süßigkeiten wegwerfen, nur weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist? Die können doch immer noch gegen Wählerstimmen eingetauscht werden, dachte sich zumindest ein CSU-Kandidat im Fürther Landkreis.