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Servus mitnander,

bei uns auf dem Land, da lässt es sich noch gut einkaufen. Ohne Abstandssorgen, ohne Maskenstress, ohne Fremdkontakte! Und wo es keine Dorfläden gibt, da gibt es Automaten. Allerdings ist deren Sortiment limitiert. Man kann halt nicht alles haben.

Bleibt fröhlich!                                              Euer  Peter Viebig


Kunstkiller

Der Lokalpresse war zu entnehmen: In Nürnberg tobt ein Kulturkampf. Oder ist es eher ein Kulturplattmachkrampf? Da sind einmal die Coronabeschränkungen (hier ein fränkischer Erfahrungsbericht). Zum anderen werden Künstlern weiterhin die Räume weggenommen. Neuerdings werden sie sogar kriminalisiert. Öffentlichkeitswirksam gewährte Wohltaten werden durch die Hintertür wieder eingesammelt (49 angebliche Betrugsfälle allein in Mittelfranken). Die Anzeige gegen die Regenbogenkünstler wurde bislang auch nicht zurückgezogen.

Mach den Adolf!

Nachdem der Fasching weitgehend flach fällt, kann unsereins inne halten, sich an frühere fränkische Narrenbräuche erinnern und in der häuslichen Einsamkeit die Entwicklung des deutschen Humors ventilieren.

Essen to go

Mit Tripadvisor ist der Hungrige wahrscheinlich besser bedient. Aber immerhin zeigt Nürnberg guten Willen, den Shutdown der Gastronomie zu mildern: mit zwei Onlineportalen. Wer „Gans to go“ präferiert, wird hier fündig.

Romantscher Kreisverkehr

Am Kersbacher Kreisel kommt es neuerdings zu erhöhtem Verkehrsaufkommen. Um das dort mittlerweile angebrachte Zitat des deutschen Romantikers Ludwig Tieck lesen zu können, muss man nämlich mehrmals im Kreis fahren. Romantische Gefühle stellen sich an dieser Stelle der Fränkischen Schweiz ansonsten nicht ein.

Elke´s Museum

In Marloffstein, wenige Autominuten vom romantischen Kreisverkehr entfernt, soll ein Elke-Sommer-Museum entstehen. Das gab die fränkische Hollywood-Schauspielerin anlässlich ihres 80. Geburtstags bekannt.

Maskenexperten

War es zu unterhaltsam? Zu aufschlussreich? Das Interview mit zwei Hedenus-Schülern zur Maskenpflicht konnten jedenfalls nur Erlanger Zeitungsabonnenten lesen. Die erfuhren unter anderem, dass die Lehrer nach Schülerprotesten ihre Plastikwände abbauen und ebenfalls Masken aufsetzen mussten, dass zarte Mädchenstimmen hinter dem Mundschutz kaum zu verstehen sind und dass die Masken beim Essen nur „zum Abbeißen“ abgenommen werden dürfen. Dass die Schüler wegen des häufigen Lüftens frieren, stand hingegen auch anderswo.

Nicht in Ziegelstein

Ob ein Christ Flüchtlinge ertrinken lassen darf, diese Frage ist zwar noch nicht abschließend geklärt. Gemeindepfarrer in Nürnberg-Ziegelstein kann man mit so einer Einstellung aber nicht bleiben.

Nicht in Würzburg

Obwohl nur zwei Plätze hinter dem „Ruhmreichen“ sind die Würzburger Kickers aktuell Schlußlicht der 2. Liga. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison wurde daher der Trainer gefeuert. Dabei hatte Kickers-Chefstratege Felix Magath kurz zuvor noch getönt, der Trainer könne „in Ruhe arbeiten“. Tags darauf fügte er hinzu: „aber halt woanders“.



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