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Servus mitnander,

zur Ruhe kommen, abschalten, dem Trubel des Großraumbüros entfliehen und einsam in mittelalterlichem Ambiente fürbaß schreiten: Das bietet derzeit unsere Frankenmetropole. Das Foto stammt übrigens nicht vom mehr als 15 Kilometer entfernt wohnenden Autor dieses Newsletters, sondern von Magnus Zawodsky .

Weiterhin viel Spaß mit euch selber wünscht                            Euer Peter Viebig



Neue Normalität

Wenn in Nürnberg „alles normal“ läuft, dann rangiert der Inzidenzwert über 200. Will heißen: Die einst „langweiligste Stadt Deutschlands“ ist mittlerweile permanenter Hotspot. Dass der Wert kurzfristig unter 200 rangierte, lag an einem – immer noch nicht behobenen – Softwarefehler. Schon früher hatte die Nürnberger Verwaltung Probleme mit der teilweise noch per Fax erfolgenden Datenübertragung an das Äskulab-Programm.

Stellvertretendes Gekasper

Nein, der fränkische Fasching fällt nicht völlig aus. In Veitshöchheim geht es – trotz allem – weiter. Mit covidgetesteten Narren und lustigen FFP2-Masken. 

Nix mit rodeln

Mit Straßensperrungen hat die Polizei dieser Tage verhindert, dass Touristen dem Engländer einen Besuch abstatten. Mit dem Brexit hat diese Meldung nichts zu tun. Beim „Engländer“ handelt es sich um ein altes Forsthaus im Landkreis Aschaffenburg, in dessen Umfeld man wunderbar rodeln und skifahren kann.

Gallisches Dorf?

Im ganzen Land wird gejammert, geunkt und schwarz gemalt. Nur ein von unbeugsamen Fürthern bewohntes „Dorf“ am Westrand Nürnbergs sieht einer rosigen Zukunft entgegen, konnte sogar Schulden abbauen und müsse – so der dortige Chef – auf nichts verzichten. Außer natürlich Troubadix. Aber der kann eh nix.

Erweiterter Kulturbegriff

Apropos Kultur: Die Sperrung des Trumpschen Twitterkanals wird vom Nürnberger Premiumprodukt unter „Cancel Culture“ subsumiert (nur Print).

Bamberg außer Rand…

Weil er unerlaubt persönliche Daten von Bürgern an seine Partei, die SPD, weitergeleitet hat, muss sich der Bamberger OB Starke demnächst vor Gericht verantworten. Dass er ohne Maske und Abstand einen Schönheitssalon eröffnet hat, bleibt für Starke allerdings ohne juristische Folgen

…und Band

Ohnehin scheint im Bamberger Rathaus das im öffentlichen Dienst übliche Gehalt nicht als Arbeitsmotivation auszureichen. Deswegen gab es dort offenbar jahrelang Sonderzahlungen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.  

Das interessiert doch kein Schwein


In fünf Jahren findet in Schweinfurt nun doch die Landesgartenschau statt. Hinweis an ein fränkisches Medienhaus: Schweinfurt! Nicht Schweinau.

Anonymus

Der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm (CSU) gehört zu den Spitzenreitern bei den Nebenverdiensten. Die Geldquellen sind bislang anonym. Da passt es irgendwie, dass ein ebenfalls anonymer Nutzer aus dem Netz das Bundestages sämtliche Hinweise auf die Nebeneinkünfte in Brehms Wikipediaeintrag gelöscht hat.

Wagemutige vor!

Bei der Bahn versucht man seit Monaten, die Coronaprobleme totzuschweigen. Das Lebenszeichen des Bahngewerkschaftsfunktionärs Martin Burkert erhält so besondere Aufmerksamkeit. Für 2021 gab er die Parole aus: „mehr Bahn wagen“. Fragt sich nur, ob er damit meint, die Bahnkunden sollten weniger Schiss vor Ansteckung haben oder ob er einfach in einer anderen Welt lebt.

Kritische Familienanzeigen

Familienanzeigen müssen keineswegs unkritisch sein. Sie können auch Zwistigkeiten unter Geschwistern offenlegen, zum Beispiel weil der Bruder es nicht mal an Weihnachten für nötig gehalten hat, seine demente Mutter in Nürnberg zu besuchen.


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