Weitgehend handgemachte Neuigkeiten aus Franken

Servus mitnander,
wer im Netz publiziert, sollte offenlegen, wenn die KI am Werke war. Eigentlich! Weil das aber viele nicht machen, kursiert jetzt der Vorschlag, eine Art Biosiegel anzubringen, auf dem dann „handgemacht“ oder gar „handgedacht“ steht und somit KI-Freiheit signalisiert wird. Dass ich mich dem undogmatisch nähere, könnt ihr schon daran erkennen, dass ich mir ein solches Siegel von ChatGPT habe anfertigen lassen. Ansonsten lasse ich meine Texte auch von der KI Korrektur lesen (die jedes Mal brav darauf verweist, dass „mitnander“ falsch ist). Auch bei der Websuche kommt man mittlerweile nicht mehr an der KI vorbei. Vor allem, wenn man wissen will, was bei manchem Bezahlartikel hinter der Paywall steht. Ob das korrekt ist, ist ein anderes Thema. Trotzdem ist hier wahrscheinlich immer noch mehr Bio drin als in manchem, das ihr unter diesem Label im Supermarkt kauft.
Biologische Grüße, euer Peter Viebig
An den Klimawandel gewöhnt
Aktuell herrschen eher Sommertemperaturen, die wir noch von früher kennen. Manche kommen damit aber offenbar nicht mehr zurecht. Zu kalt und daher zu teuer, befindet die Gemeinde Arzberg und beendete bereits am Wochenende die Badesaison.
Donalds Gänse
Nicht nur Nürnberg leidet unter den Kanadagänsen. Aber solange sie nur kacken und nicht sowas machen, sollte unsereins froh und zufrieden sein.
Tankstrategien
Gegen den Kauf von E-Autos wird gerne die fehlende Ladeinfrastruktur ins Feld geführt. Das dürfte sich allerdings bald zu Ungunsten des Verbrenners ändern. In Kulmbach wird die neue Strategie bereits sichtbar und die Shell-Tankstelle dicht gemacht.
Käse nur für Fußgänger
Im allgemeinen Gejammer geht ein bisschen unter, dass es in den Städten auch noch florierenden Einzelhandel gibt. In Erlangen zum Beispiel die Käseecke. Da können wir abhelfen, dachten im Erlanger Rathaus wohl einige und pflanzten der Käseecke ein Halteverbotsschild vor die Nase. Sollen die Kunden und Lieferanten doch schauen, wie sie da hinkommen.
Es kann nur eine geben
Obwohl die Branche boomt, sind ihr zwei Rüstungsmessen zu viel. Deswegen kämpft Nürnberg aktuell mit Hannover darum, wer den Zuschlag erhält. Wie wäre es denn mit einer Friedensmesse? Das würde doch viel besser zu jenem Slogan passen, den Nürnberg anderweitig verbreitet.
Der „Externe“ ist schuld
Vor zwei Wochen brachten die Nürnberger Nachrichten ein Porträt von Rio Reiser, der (wie auch schon mal von mir erwähnt) in Nürnberg aufgewachsen ist. Die Illustration zeigte aber nicht den Sänger der Ton Steine Scherben, sondern ein anderes Bandmitglied. In der Richtigstellung sprechen die NN von einem „bedauerlichen Versehen eines externen Dienstleisters“. Hat da wohl jemand die Kontrolle über sein Blatt an die KI verloren?
Bürokratieabbau wirkt Wunder
Wenn man Leuten den Verwaltungskram abnimmt und bürokratische Hürden abbaut, dann passiert manchmal Wunderbares. Zum Beispiel im Städtchen Aub (Landkreis Würzburg). Dort werden jetzt so emsig mittelalterliche Gebäude saniert, dass schon von einem „Denkmalwunder“ die Rede ist (hier der aktuelle SZ-Artikel, der bezieht sich aber auf einen ohne Paywall einsehbaren BR-Beitrag).
Aha-Erlebnis
Dass ein Ortsteil von Gunzenhausen Aha heißt, hat einen taz-Autor dazu veranlasst, neue Strategien in der Tourismuswerbung vorzuschlagen. Abgesehen vom Namen hat Aha allerdings nur ein Servicecenter des TÜV-Süd als Attraktion vorzuweisen.
Maggus, der Pleitier
Um unseren Maggus ist es etwas still geworden. Dabei gibt es doch Vermeldenswertes. Zum Beispiel, dass er vor fünf Jahren unbedingt den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V haben wollte und der dafür gewonnene Hersteller jetzt pleite ist.
Nervige Spange
Weil sie von ihrer Zahnspange genervt war, hat eine 14-Jährige in Erlangen ihre Zahnärztin mit dem Messer bedroht.