Vipmail 533

Servus mitnander,

schon wieder ein Schneebild. Tja, so ist das halt, wenn man Anfang des Jahres schon bei fünf Zentimetern eskaliert und von Chaos redet, dann kann man sich bei 30 Zentimetern nicht ausblenden, auch wenn einem verbal die Steigerungsformen fehlen. In den TV-Nachrichten rutschten die Schneemassen diesmal auch nach hinten. Lag vielleicht aber auch daran, dass „nur“ Franken richtig heftig betroffen war. Unser Zeitungszusteller (Respekt!) hielt sich dennoch wacker, weshalb ich auf das ausnahmsweise kostenlose (dennoch weiterhin nervige) E-Paper verzichten konnte. Meine Mutmaßung, dass die Lehrerschaft früher auch wackerer war, weil da winters fast nie die Schule ausfiel, wurde übrigens mit dem Hinweis widerlegt, damals habe es noch keine WhatsApp-Gruppen gegeben, weshalb man die Eltern kurzfristig gar nicht hätte informieren können (nebenbei: Verdi sollte vielleicht auch mal Whatsapp-Gruppen einrichten).

Halten wir also vorerst fest: chaotischer geht immer, euer Peter Viebig

Nicht wintertauglich?

Wackerer erschienen vielen Schneegebeutelten einst auch Schneeräumer, Bus- und Straßenbahnfahrer. Bei denen ging nämlich nicht bloß in Nürnberg , Würznurg, Roth oder Erlangen oft gar nichts mehr. Hier dazu ein Tiktok-Video aus Erlangen.

Bloß nicht lachen

Die Nürnberger Nachrichten und der Humor. Zu Wochenbeginn erheiterte einen noch die Glosse auf Seite eins mit einem Nürnberger Ehepaar, das sein Vermögen zusammenkratzt um Matthias Egersdörfer auf den Mond zu befördern. Doch weiter hinten Ernüchterung: Da wurde einem gewissen Jörg Skriebeleit eine ganze Seite eingeräumt, um Kritik am Egersdörferschen Humor zu üben. Skriebeleit ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Sowas macht einen offenbar zum Witzexperten.

Im Parkhaus gefangen

In Nürnberg ist auch die Verkehrsplanung suboptimal. Am Samstag steckten Kunden eines Einkaufszentrums stundenlang im Parkhaus fest, weil ein Baukran die Ausfahrt blockierte.

Angst vor Adidas 1

Nun knicken die StUB-Planer offenbar doch ein und planen die Trasse nach den Wünschen des Adidas-Chefs um. Der soll, wie die SZ berichtet (leider Bezahlschranke), mit Stellenverlagerung gedroht haben (andere Teilnehmer beschwichtigen laut EN). Zeitlich ist es eh egal. Inzwischen dürften frühestens 2031 die ersten Züge fahren.

Angst vor Adidas 2

Zuletzt stand sogar eine Fusion mit Adidas im Raum, jetzt steigen bei Puma erst einmal die Chinesen ein.

Mitbieter abgeblitzt

Der Verkauf der Mediengruppe Oberfranken an die Passauer Mediengruppe Bayern ist perfekt. Anscheinend zu einem unschlagbaren Preis, weshalb potenzielle Mitbieter, wie der Verlag Nürnberger Presse oder die Augsburger Verlags-GmbH, erst gar nicht eingeladen wurden.

Nicht bereit für einen Mann

Es ist schon 33 Jahre her, da gab es einen männlichen Bewerber für den Job des Nürnberger Christkinds. Erfolg hatte er keinen. Jetzt schickt sich ein 23-jähriger Hüttenheimer an, Weinkönigin zu werden. Wahrscheinlich wird auch er feststellen müssen: Die Welt ist noch nicht bereit.

Bierkrise

Für Exil-Franken ist es häufig schwierig, heimisches Bier zu ergattern. In den Supermärkten der Restrepublik findet man höchstens noch Mönchshof oder Leikeim. Letzteres möglicherweise bald auch nicht mehr. Denn die Brauerei aus Altenkunstadt hat Insolvenzantrag gestellt.

Große Franken gesucht

Bei Nordbayern.de versuchen sie gerade, ihr Klickvieh an der Suche nach „den größten Franken aller Zeiten“ zu beteiligen. Ich schlage mal Dirk Nowitzki vor. Der misst 2,13 Meter.

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