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Der Berch und die KI – Glückliches Kleeblatt

Servus mitnander,

dass zur Zeit in Erlangen die Bergkirchweih tobt, weiß man inzwischen sogar im deutschsprachigen Ausland. Da hat die städtische Gleichstellungsstelle mit ihrer musikalischen „Empfehlungsliste“ ganze Arbeit geleistet. Etwas weniger Arbeit hätte der Sache allerdings mehr gedient. Der Fürther Bandleader Thilo Wolf hat in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, sowas doch von der KI erledigen zu lassen. Ich habe das mal ausprobiert, und ChatGPT hat mir eine Liste geliefert, auf der sogar mehr als 12 Lieder drauf waren, und zudem darauf hingewiesen, dass es auch englischsprachige Songs gibt, die sexistisch und frauenverachtend sind („Under my Thumb“, „Every Breath You Take“ zum Beispiel). Auf die blöde Idee, „Skandal im Sperrbezirk“ auf diese Liste zu setzen, kam die KI hingegen nicht. Ist sie also klüger? Auf jeden Fall kostet sie weniger als menschliche Gleichstellungsbeauftragte. Wenn in einer klammen Kommune wie Erlangen von manchen da nun Einsparpotenzial gesehen wird, wundert das nicht.

Weniger arbeiten ist mitunter besser, besonders wenn es heiß ist, euer Peter Viebig

Nachgelegt

Der Gleichstellungsstelle und ihrer assoziierten Redakteurin wurden solche Ratschläge offenbar nicht übermittelt. Erstere legte gemeinsam mit der SPD-Fraktion munter nach und forderte eine gendergerechte Bergkönig*in-Wahl. Letztere meinte, es sei hilfreich, wenn man eine anonyme Person porträtiert, die die Songliste gut findet.

Spannend gemacht

Spannung bis zum Schluss lieferte das Fürther Kleeblatt und darf weiter in der zweiten Liga kicken. Weil nun zwar ausgerechnet die beiden Torschützen den Ronhof verlassen, nicht aber die Verantwortlichen der sportlichen Malaise, fordern nicht wenige personelle Konsequenzen in der Vereinsführung. In ein Spannungsloch dürften die Kleeblattfans also erst mal nicht fallen.

Haltbarkeitsdatum überschritten

Der Chemieunterricht am Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium beschäftigt nicht nur die Schüler, sondern auch die Polizei. Bereits im März mussten Spezialkräfte wegen einer gefährlichen Substanz ausrücken. Diesmal wurden wegen zu langer Lagerung instabil gewordene Chemikalien kontrolliert gesprengt.

Baden ohne Chlor

Die Süddeutsche hat die schönsten Naturbäder Bayerns gekürt. Etliche davon sind in Franken. Nur damit ihr Bescheid wisst, falls ihr den SZ-Lesern aus dem Weg gehen wollt.

Billig ist noch zu teuer

Antenne Bayern hat die Bierpreise in fränkischen Biergärten verglichen. Demnach sei das Baumhaus in Emskirchen mit 3,50 € für das Seidla am günstigsten. Gott sei Dank gibt es Keller, die die Dudelsenderhörer nicht kennen, auf denen die Halbe noch 3 € kostet.

Glorreiche Vergangenheit

In Aschaffenburg wurde bei Bauarbeiten am Main eine Hafenanlage aus der Eisenzeit entdeckt. Jetzt wird vermutet, dass vor 2300 Jahren da mal ein Machtzentrum war.

Beklaute Journalisten

In der Redaktion der Fürther Nachrichten ließ ein Einbrecher ein Laptop mitgehen.

Verkleinert

Um den Anforderungen an ein modernes Medienhaus besser gerecht zu werden, ist der Nordbayerische Kurier umgezogen. Wie diese Anforderungen aussehen: Weniger Platz reicht auch.

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