
Servus mitnander,
….und wieder wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Wobei, neu ist die nicht. Die lief doch schon am autofreien Sonntag über die A3. Da hätte sie schon wer schlachten können, aber mei, die SPD war halt immer in der Opposition und die anderen haben Benzin im Blut. Eine Demo „Verbrennerfahrer für den Frieden“ dürfte aktuell jedenfalls großen Zuspruch finden. Nur, womit sollen die demonstrieren, wenn der Tank leer ist. Zu Fuß vielleicht? Um dann von betuchten E-Autofahrern ausgelacht zu werden? Lieber eine Partei gründen? „Arme Schweine gegen alte Säue“, oder so ähnlich…
Erstmal zurück auf den fränkischen Sandboden, euer Peter Viebig
Kluger Wähler
Ganz vorbei ist die Kommunalwahl noch nicht. Vielerorts geht es noch in eine Stichwahl. Zum Beispiel dort, wo die höchste Spannung prognostiziert wurde, in Bamberg. Ausgerechnet die CSU-Promifrau Melanie Huml ist bereits ausgeschieden. Ihrer Meinung nach, weil „der Wähler“ ihre Arbeit in München derart schätzt, dass er sie nicht auf dem OB-Sessel verheizen will. Niederlagen in Siege ummünzen, das können sie bei der Union.
Vorbestraft
Dass auch AfD-Wähler differenzieren können, zeigte sich in Würzburg. Dort wurde der noch nicht rechtskräftig verurteilte Spitzenkandidat nach hinten durchgereicht und bleibt nun erstmal außen vor. In Erlangen hatten AfD-Wähler hingegen einen bereits rechtskräftig vorbestraften Kandidaten gewählt und so den Grünen einen zusätzlichen Sitz und der Stadtverwaltung massive Softwareprobleme beschert.
Hochgewählt
Von ganz unten nach ganz oben katapultiert wurde TV-Koch Alexander Herrmann im Landkreis Kulmbach. „Der kann wenigstens kochen“, dachte man sich dort offensichtlich.
Mit schlechtem Beispiel voran
Dass die Kirchen überall sparen, nur nicht bei ihrem Führungspersonal, belegt die Bürgermeisterwahl in Wasserlosen. Dort siegte der Chauffeur des Würzburger Bischofs Franz Jung. Letzterer fährt künftig aber nicht Rad, sondern darf sich einen neuen Fahrer suchen.
Unerwiderte Liebe
Mit einem freundlichen Interview hatten die Nürnberger Nachrichten unlängst das Comeback der Kabarettistin Monika Gruber massiv unterstützt. Bezahlt hat sie dafür nichts. Nicht einmal Dankbarkeit zeigt sie und verweigert den NN sogar die Pressekarten.
Unsensibel
Einen erfahrenen, kompetenten Politiker als „Schwergewicht“ bezeichnen, das ist nicht unüblich. Trotzdem hätte der Kurier dies hier vielleicht nochmal überdenken sollen.
Prioritäten
Während die anderen fränkischen Publikationen die letzten Tage vor allem die Kommunalwahl beleuchteten, bewegte die Mainpost eine für sie offensichtlich bedeutendere Wahl, die der Weinkönigin (hier, hier oder hier)
Wer hat´s erfunden?
In Nürnberg soll unlängst der erste Bratwurstdöner der Welt verkauft worden sein. Jetzt kam heraus, dass in der Nachbarstadt Erlangen schon vor zwölf Jahren jemand Bratwurstdöner verkauft hatte. Allerdings mit geringem Erfolg.