Vipmail 534

Servus mitnander,

in einer TV-Politrunde fiel mir neulich auf: Der SPD-Chef verwendet außer dem Wort „klar“ kein anderes Adjektiv mehr. Möglicherweise wirken sich innerparteiliche Rücksichtnahmen auch auf den Wortschatz aus. Kurzzeitig erwog ich angesichts so viel verbaler Klarheit, eine Partei namens „die Naturtrüben“ zu gründen und inhaltlich mit umso klarerer Kante dagegen zu halten. Womit ich bei unserem Kaff wäre, wo sie, wie schon erwähnt, das alte Parteienwesen bereits überwunden haben. Unbelastet und sprachlich vielfältig können sich neue Gruppierungen nun profilieren. Eine Wählergemeinschaft lockt mit Essensfotos und lädt zu „Weißwurst und Weißbier“ ein. Für mich ist das dann leider doch nicht unbelastet. Zu viel Weiß, zu viel Altbayern, zu viel Maggus…. Mal schauen, womit mich die anderen ködern wollen.

Vielleicht ist er aber auch einfach zu knerschig, euer Peter Viebig

Freundschaft mit China

Im Nürnberger Kommunalwahlkampf geht es plötzlich um Pandas. Der bayerische Minipräsi hat zwei Exemplare bei den Chinesen losgeeist und diese gerne im Nürnberger Tiergarten gesehen. Doch sein Parteifreund an der Stadtspitze lehnte ab. Das weckt bei der, den SPD-Kandidaten fördernden NN-Chefredaktion natürlich die Pandaliebe. Wobei man dann auch China mitlieben muss. Ein falsches Wort zu Taiwan und die Pandas sind weg.

Tot, töter, FDP

Aus Angst vor dem Tod hat sich die FDP bekanntlich selber umgebracht. Wenn in Fürth nun ein Verstorbener auf deren Wahlplakat auftaucht, wundert mediale Nekrophilie also nicht.

Da waren es nur noch 9922

Ebenfalls nicht verwunderlich ist, dass Nürnbergs OB die Selbstbeweihräucherung angesichts von 78 neu errichteten Wohnungen um die Ohren fliegt. Aktuell fehlen in Nürnberg nämlich 10.000 Wohnungen.

Deutschland ade!

Kaum läuft es bei Playmobil wieder, werden sie asozial. Bislang hatte man sich noch gerühmt, im Gegensatz zu anderen Spielwarenfirmen nicht in Asien, sondern vor allem in Deutschland zu produzieren. Damit ist es nun vorbei. Die Fertigung in Dietenhofen wird nach Tschechien, Spanien und Malta verlagert. 350 Mitarbeiter sind betroffen.

Flache Erde

Bei inFranken ist man von Ariel begeistert. Hat der Verkauf an die Passauer also schon erste weltanschauliche Auswirkungen? Schließlich hat Ariel im Dschungelcamp gerade behauptet, die Erde sei eine Scheibe. So weit geht der Beitrag (noch) nicht. Erst einmal liebt man die „Krawallschachtel“ wegen ihrer Unterhaltungswerte.

Dementi an den Chef

Zuletzt gab es Gerüchte, auch der Verlag Nürnberger Presse könnte von den Passauern aufgekauft werden. Das haben die VNP-Verlegerinnen jetzt dementiert. Dass das in einem Brief an Markus Söder passierte, ist dann allerdings ziemlich merkwürdig.

Pattex hielt nicht

Die „Oberfränkin“ Monika Hohlmeier sitzt nicht mehr im Aufsichtsrat der kriselnden Baywa. Zunächst hieß es, sie würde „wie Pattex“ an ihrem Stuhl kleben. Jetzt ist sie trotzdem raus. Offenbar aber nicht ganz freiwillig.

Spezialmittel

In Würzburg hat ein 45-Jähriger behauptet, er könne mit einer Spezialflüssigkeit Bargeld vermehren. Dabei war er so überzeugend, dass ihm zwei Männer einen fünfstelligen Betrag übergaben. Der wurde aber nicht vermehrt, sondern einbehalten.

Baupfusch

Manchmal ist das günstigste Angebot eben nicht das beste. So wurde die Straße von Hopferstadt nach Ochsenfurt erst im Herbst aufwändig saniert. Inzwischen ist sie noch schlechter beinander als vorher.

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