
Servus mitnander,
was soll denn dieser aufgeblasene Fatzke? Weihnachtsstimmung verbreiten? Wohl kaum! Wahrscheinlich hat es ihn längst weggeweht. Egal! Mir ist eher aufgefallen, dass man „aufgeblasener Fatzke“ heute nicht mehr sagt. Genauso wie Doldi oder Gribbl. Von den zahlreichen weiblichen Negativbezeichnungen (Schabraggn zum Beispiel) ganz abgesehen. Eventuell hat sich da bei den Beschimpfungsgründen einiges verändert. Es muss ja nicht unbedingt alles besser gewesen sein früher. In diesem Sinne hoffen wir mal, dass das nächste Jahr besser wird als das alte. Jedenfalls wünsche ich euch das für 2026 und natürlich frohe Feiertage.
Ich melde mich dann im Januar wieder, euer Peter Viebig
Verbesserung unerwünscht?
Zum Schimpfwort geworden ist offenbar auch „Weltverbesserer“. Zumindest für einen unter politisch motivierten Aktionen leidenden Würzburger Edeka-Filialleiter. Will der keine bessere Welt, oder was?
Einigung in letzter Minute
Eigentlich sollte das Bamberger Ankerzentrum bis Ende des Jahres geschlossen werden. Nun hat die bei der Suche nach Alternativen gescheiterte Staatsregierung eine Verlängerung durchgesetzt. Die Stadt Bamberg bekommt im Gegenzug das Areal und eine Bushaltestelle.
Präferenzen
Was die Unterschiede bei den fränkischen Großstädten angeht, sind die Nürnberger Nachrichten auf etwas ganz Heißes gestoßen: Drogen! Nürnberg steht demnach für Kokain, Fürth für LSD und Erlangen für Kiffen.
Optik zählt
Ebenfalls etwas ganz Heißem auf der Spur ist die Bildzeitung: In der Politik zählt nicht Bildung und Kompetenz, sondern das Aussehen. Deswegen wurden nun die „schönsten Bundestagsabgeordneten“ gekürt. Dass „Fürth aktuell“ allerdings meint, es hebe das Fürther Selbstbewusstsein, weil auch ein Fürther AfD-Abgeordneter in der Liste auftaucht, ist da, gelinde gesagt, befremdlich. Für ihr Aussehen gewürdigt wird auch Forschungsministerin Dorothee Bär, von der selbst ihr Parteichef ansonsten wenig erwartet.
Abwegige Assoziationen
Die Erlanger Nachrichten wiederum scheinen hinter jedem Scherz rechtsradikale Umtriebe zu vermuten. Da wird dann ein von Unbekannten am Welsweg angebrachtes Erklärschild mit dem (wohl endgültig unaufgeklärt bleibenden) Lewin-Poeschke-Mord in Verbindung gebracht, nur weil an der daran erinnernden Straße ebenfalls ein Erklärschild angebracht ist. Stattdessen schafft es das „Qualitätsorgan“ nicht einmal, darüber zu informieren, dass der Welsweg nicht den erschossenen Wels vom Brombachsee würdigt, sondern Ruprecht Wels, den Gründer des einst beliebten Vergnügungslokals „Welsgarten“.
Ampelpolitik
Angesichts knapper Kassen scheint sich die hiesige Kommunalpolitik vorwiegend mit Ampelmännchen zu beschäftigen. In Coburg bekommen die Männchen rund um den Markt jetzt eine Bratwurst spendiert und in Nürnberg leuchtet an der Hirschelgasse bald ein Hase.
Messerverkauf statt Messerverbot
Ein bisschen komisch ist es angesichts der aufwändigen Sicherungen der Weihnachtsmärkte schon, dass auf dem Fürther Mittelaltermarkt auf einem Messerstand scharfes Besteck tagelang einfach so herumliegen konnte. Andererseits: Sind Mittelaltermärkte nicht per se schon komisch?
Ausgestunken
Zwei Jahre lang litten die Bewohner von Karlstein unter einem mysteriösen Gestank. Die Bildzeitung sprach bereits vom „Stinke-Dorf“. Erst dank einer unangemeldeten Kontrolle wurde nun der Verursacher gefunden: eine Firma im Industriegebiet.
Insolvent
An mir kann´s nicht gelegen haben. Immerhin habe ich drei Höfner-Gitarren an der Wand hängen. Unter anderem den Beatles-Bass. Jetzt musste der Baiersdorfer Gitarrenhersteller Insolvenz anmelden.