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Servus mitnander,
der urbane Zeitgenosse verbindet meist romantische Vorstellungen mit dem Landleben. Die stimmen, wie so vieles, wenig mit der Realität überrein. Draußen in der Pampa schaut es nämlich häufig genauso beschissen aus, wie in großstädtischen Mischgebieten. Aber halt nicht überall und manchmal ist dies aufgrund geringerer baulicher Verdichtung auch nur besser und weiter sichtbar.
                                                   
Bleibt trotzdem in eurer Blase!                      Euer    Peter  Viebig

Selbst den Rentnern langt´s

IIn Fürth gingen jetzt die Rentner auf die Straße, weil ihnen von der Zusatzrente rückwirkend 20 Prozent abgezogen werden. Sie zahlen also nicht nur mehrfach Krankenversicherung, sie wundern sich auch, dass ausgerechnet der Staat den Grundsatz „pacta sunt servanda “ aufkündigt. Das ist zwar schon seit 2004 so. Aber inzwischen ist das Maß offenbar voll.

Unterwandert

Nicht bloß Bundeswehr und Polizei werden unterwandert, auch die Feuerwehr. Wenn in Treuchtlingen ein Feuerwehrmann seine „Landsleute“ jedoch lediglich vor Radarfallen warnt, mutet das immerhin  noch vergleichsweise harmlos an.

Wertvolle Arbeitsplätze

Um strukturschwache Ortschaften aufzuwerten, wird das Staatsarchiv von Würzburg nach Kitzingen verlagert. Dass dort nur 20 Arbeitsplätze entstehen, der Umzug allerdings 50 Millionen Euro kostet, findet nicht nur der Steuerzahlerbund unverhältnismäßig.

Gemeinsamer Feind

In der Politik ist die Not offenbar noch nicht groß genug, um im Osten überkommene Berührungsängste über Bord zu werfen. Bei den fränkischen Förstern ist das anders. Die kooperieren auch mit Thüringen. Aber da geht es um Borkenkäfer und nicht um Nazis.

Schwere Belastungen

Schon vor etlichen Wochen wurden die Internetaktivitäten der Nürnberger OB-Kandidaten in der örtlichen Presse wortreich gewürdigt. Ungeachtet dessen stellte die SPD das Twittern schon im Juni ein. Nur auf Facebook werden noch emotionslos Zeitungsartikel vor- oder nachgebetet, was übrigens Teil jener „Profilbildung“ ist, für die im Presse-ZK noch ein paar „Unterschieds-Redakteure“ vorgehalten werden. Der große Rest ist für die „journalistische Grundlast“ zuständig.  Klingt eher nach Fron als nach Freude.

Fahrlässiger Vollrausch

Ein 18-Jähriger fährt im Vollrausch eine 20-Jährige tot und erhält nur eine Geldstrafe. Obwohl es in der aktuellen Rechtssprechung manch unverständliches Urteil gibt, ragt diese Entscheidung des Würzburger Amtsgerichtes dann doch heraus. 

Trickreicher Handel

Um am Sonntag dem Mammon frönen zu dürfen, müssen Gründe vorgeschoben werden. In Würzburg gibt es beispielsweise den „Mantelsonntag“. Sollte sich da wirklich jemand einen neuen Mantel für den KIrchgang an Allerheiligen gekauft haben, bitte melden!

Matchplan

In Nürnberg ist die Akademie für Fußballkultur ansässig. Die kürt regelmäßig den Fußballspruch des Jahres. Diesmal wurde Inke Wübbenhorst, Trainerin der Herren des BV Cloppenburg, ausgezeichnet. „Ich stelle nach Schwanzlänge auf“, lautete ihr preiswürdiger Spruch. Erfolgloser als ihr Nürnberger Trainerkollege ist sie mit diesem Rezept jedenfalls nicht. Der wiederum stellt vor allem Österreicher auf. Eventuell besteht da ein Zusammenhang.


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