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Servus mitnander,
irgendeine Hoffnung haben wir fast immer. Deswegen freuen wir uns auch, wenn „Licht am Ende des Tunnels“ sichtbar wird. Ganz egal, was da leuchtet. Selbst wenn es – wie hier – Erlangen ist oder ein paar Kilometer weiter die Nürnberger Südstadt. Wobei ein gerade eröffneter Tunnel fast zwangsweise den Horror vacui (Angst vor der leeren Betonfläche) auf den Plan ruft. Da kann der Bürgermeister jammern wie er will.   Euer    Peter  Viebig

Ersatzbefriedigung

Besagter Bürgermeister klagt gleichzeitig über männliche PS-Potenz-Protzer, die in der Nürnberger Innenstadt ihre Angeberfahrten veranstalten. Deshalb soll die Fußgängerzone ausgeweitet werden. Die Autoposer werden sich dann wohl andere Podien suchen. Eines wird ihnen in Nürnberg sogar ganz offiziell jedes letzte Juni-Wochenende zur Verfügung gestellt.

Hubschrauberflug inklusive

Das Freizeitland Geiselwind hätte dieser Tage eigentlich sein 50-Jähriges feiern können. Stattdessen geriet es durch eine spektakuläre Hubschrauberrettung in die Schlagzeilen. 21 Besucher saßen in 60 Metern Höhe fest und mussten von Polizei, Bundeswehr und Luftrettung in Sicherheit gebracht werden.

Populisten-Mathe

Fürs einfache Volk muss man Dinge vereinfachen, wenn man Wahlen gewinnen will. Manchmal stimmt das Vereinfachte aber nicht mehr. Wie bei jenem fränkischen AfD-Politiker, der kurzerhand die Prozentzahlen, die seine Partei in Sachsen und Brandenburg erzielt hatte, addierte und dann auf eine absolute Mehrheit von 51 Prozent kam. Teilt man das Ganze freilich korrekterweise durch 2, dann wäre die AfD zumindest die stärkste Partei – und das ist dann halt alles andere als lustig.

Schatzsucher in Bayern

Magnetangler sind mitnichten darauf aus, Fische zu fangen. Vielmehr suchen sie nach metallischen Wertgegenständen, die sie – zumindest in Bayern – meistens behalten dürfen. Dieser bayerische Sonderweg ist demnach mitverantwortlich dafür, dass – wie jetzt im Landkreis Main-Spessart – ein Magnetangler zwei Weltkriegsgranaten herauszieht und sich und andere in Gefahr bringt.

Holländischer Salat aus Franken?

In Wiesentheid wird nun doch keine Salatfabrik gebaut. Der Bürgerprotest hatte Erfolg. Allerdings dürften die Betreiber aus den Niederlanden längst nach alternativen Standorten suchen, wo sich eine solche Fabrik vielleicht reibungsloser realisieren lässt.

Jeder blamiert sich, so gut er kann

Der Club aus Nürnberg ist ein Depp. Deppenmäßig lässt er dabei nichts aus. Jetzt wollte er eine klägliche 0:4-Niederlage am grünen Tisch annullieren lassen. Die Begründung: Einer der gegnerischen Spieler sei älter als angegeben und heiße eigentlich anders. Mittlerweile musste der Einspruch – ebenso kläglich – zurückgezogen werden

In die rechte Ecke geblasen


Die „Knoblauchsländer Musikanten“ sind auf der Schnepfenreuther Kerwa in die rechte Ecke geschlittert. Für einen 50er haben sie auf Wunsch eines Gastes den „Badenweiler Marsch“ intoniert. Dass der Hitlers Lieblingsstück war, wussten sie angeblich nicht. Am besten, man spielt generell keine Marschmusik.

The Lost Guitar

Trotz der medialen Unterstützung trendet der Hashtag #tracethebass nicht so richtig. Die Netzgemeinde scheint andere Sorgen zu haben, als nach der verschollenen Bassgitarre eines Multimillionärs zu suchen. Auch wenn diese aus dem fränkischen Bubenreuth stammt, das einstmals ein Hotspot des Rock´n´Rolls war.

Bierkasten war zu schnell

Die Aufbruchstimmung bei der E-Mobilität ist nicht überall angekommen. Beispielsweise bei der Zirndorfer Polizei. Die zog  den von einem fränkischen Tüftler entwickelten „Seidla-Express“ aus dem Verkehr. Grund: Trotz Drosselung erreichte der „rasende“ Bierkasten 10 km/h. Erlaubt sind aber höchstens 6.

Diplom-Bürgermeister

Die Stadt Leutershausen (Landkreis Ansbach) steht derzeit führungslos da. Nachdem sich die per Inserat „eingekaufte“ Bürgermeisterin nach dem Vorwurf, Haushaltsgelder veruntreut zu haben, im Krankenstand befindet, hat nun ihr Stellvertreter den Bettel hingeschmissen. Vielleicht sollte sich die, ohnehin für jedweden Firlefanz zu habende Ansbacher Hochschule mal für einen Bürgermeister-Studiengang erwärmen.

Unfreiwillig lustig

Nürnberg möchte bekanntlich europäische Kulturhauptstadt werden. Dazu wird einiges an Werbegeldern verbraten. Selbst im Max-Morlock-Stadion werden der Hochkultur eher fern Stehende mit dem Past-Foward-Schriftzug konfrontiert. Unbezahlte „Werbung“ kam hingegen vom Satiremagazin Titanic, das sich über die vielen englischsprachigen Hohlbegriffe in der Nürnberger Bewerbung lustig machte. Aber vielleicht votiert die Jury ja aus Mitgefühl für Nürnberg. 

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1 Kommentar

  1. Plasma100

    „Populisten-Mathe“ ein gängiger Wählerbetrug kleinster Splitterparteien, selbst mit Stalin-Töchtern, den Erhalt von Macht, Korruption und Mediennötigung zu sichern. Koalitionsfreiheit nennt das missbrauchte Grundgesetz diese Heuchelei zur Unterdrückung freier Wähler, gleichwohl es in der Gesamtschau eher einer „Kopulationsfeiheit“ ähnelt.

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