Vipmail 197

Servus mitnander,
draußen pfeift´s. Wer da nicht aufpasst, den pfeift´s vielleicht sogar weg. Erst der Eberhard. Dann der Franz. Da bleibt unsereins lieber drinnen. Leider entgehen einem so die diversen Frühlingsboten. Die liefere ich ersatzweise als jpg.  
Für euch immer todesmutig unterwegs:                    Peter Viebig

Rot in Not

Da haben die kommunalpolitischen Beobachter aber tüchtig daneben gelangt, als sie – etwa aufgrund der „Gelassenheit der Genossen“ – die Prognose wagten, Ulrich Maly werde nächstes Jahr noch einmal als Nürnberger OB kandidieren. Unter dem sonstigen Parteipersonal ist Maly nachgerade eine Lichtgestalt. So jemand weiß aber halt auch, wann es Zeit ist aufzuhören und das sinkende Schiff zu verlassen.

Erfolgsfans

Das einende Band der Union ist der Erfolg. Deswegen nimmt es nicht Wunder, wenn sich selbst in Franken beheimatete CSU-Ministerinnen beim FC Bayern anwanzen und dort nach Ämtern streben. Auch fränkische Unternehmen, wie die Firma Schaeffler, ticken ähnlich. Ein Engagement bei den Bayern kann dennoch nicht verhindern, dass man auf Talfahrt geht. Sowas passt dann eigentlich eher zum fränkischen Fußball.

Hold my beer!

Obwohl die Chefredaktionen von NN und NZ zahlenmäßig gut besetzt sind, fehlt darin das weibliche Element. Zum Frauentag sollte sich das kurzzeitig ändern. Schon Wochen vorher wurde groß propagiert, dass da die Frauen „das Zepter schwingen“. Ausgerechnet diese Ausgabe wurde dann jedoch von den bei Ver.di organisierten Druckern bestreikt.  Dass die ohnehin schwindsüchtige Leserschaft von solchen „Arbeitskampfmaßnahmen“ nicht mehr allzuviel mitbekommt, dürfte die nun wieder männergeführten Redakteurinnen zumindest teilweise getröstet haben.

Nicht zuviel voraussetzen

Franken ist nicht so einheitlich, wie hier manchmal suggeriert wird. Schon in Bamberg kann der Onlineredakteur offenbar nicht davon ausgehen, dass seine User wissen, wo jenes Kaff liegt, in dem gerade zwei Omnibusse zusammengestoßen sind. Also schreibt er „im mittelfränkischen Nürnberg“. Dann weiß der oberfränkische Klickbringer wenigstens: Ah, das ist außerhalb!

Mit Hinz, Kunz und Verspätung

In der Verkehrsdiskussion ist mancher irrtümlich mit Vernunftargumenten unterwegs. Zum Beispiel dem, dass es Quatsch ist, von Nürnberg nach München zu fliegen, wo doch der ICE dafür nur noch eine Stunde braucht. Also ungefähr genau so lang, wie man vom Münchner Flughafen in die Innenstadt braucht. In Wirklichkeit geht es jedoch nicht um Fahrzeiten, sondern darum, durch ein weltläufiges Verkehrsmittel das Ego zum pampern. Künftig könnte mancher Franke eventuell etwas demütiger in der Landeshauptstadt unterwegs sein.


Eigeninteressen

Medien verfolgen immer auch Eigeninteressen. Wenn diese bedroht sind, wird oft geschwiegen oder allenfalls der „Chronistenpflicht“ Genüge geleistet. Deswegen hier vorsorglich der Hinweis auf die SaveTheInternet-Demo am Samstag in Nürnberg, die sich gegen die – vor allem den Verlagen und weniger den eigentlichen Urhebern nützende –  „Urheberrechtsreform“ der EU richtet.


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