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Servus mitnander,

es ist beruhigend, dass nichts verloren geht. Selbst das Trampen, das – nicht ganz grundlos – ziemlich aus der Mode gekommen ist. Inzwischen wird es sogar behördlich gefördert. Nicht mal ein Schildchen muss man malen. Einfach nur auf die Mitfahrbank setzen und man ist in Willersdorf, dem Ziel seiner Träume.

Oh wie schön ist Willersdorf,                       Euer          Peter Viebig



Zum Garteln verdonnert

Im Kampf gegen Steinwüsten ist Erlangen ganz vorne dabei. Aus Klimagründen (wobei sie natürlich auch grottig ausschauen) wurde das Anlegen von pflegeleichten Schottergärten verboten. Wer sich ein Häuschen mit Freifläche leisten kann, der soll gefälligst auch Rasen mähen und Hecke schneiden. Arbeitsbeschaffung von Amts wegen. Wohl dem, der sich einen Gärtner leisten kann

Behördenentlastung


Dabei machen umgekehrt Kriminelle vor, wie man seinen Mitmenschen Arbeit ersparen kann. In Nürnberg meldete sich ein Mann bei der Polizei zur Überprüfung. Er habe das Gefühl, gegen ihn liege etwas vor. Das stimmte. Jetzt sitzt er in der JVA.

Notizen aus der Provinz

Für Nürnberg hatte sich die H&M-Vorstandschefin wiederum bislang kaum interessiert. Nun muss sie nachsitzen. Datenschützer wollen die skandalöse Mitarbeiterbespitzelung in der Nürnberger Kundenzentrale nicht einfach als Provinzposse abgehakt wissen.

Schriftlicher Weckruf


Eigentlich hätten die Stadträte längst die Weichen stellen müssen. Im kommunalpolitisch verknöcherten Nürnberg bedarf es aber offenbar erst eines Bürgerentscheides, um die Stadt radlerfreundlich umzugestalten. Dafür werden ab sofort Unterschriften gesammelt. 

Raumloses Museum

Ein bisschen untergegangen ist das Erlanger Comicmuseum. Seit ein paar Wochen kann man ihm virtuell einen Besuch abstatten. Für notorisch analoge Kulturredakteure ist ein Museum aber halt erst existent, wenn man drinnen Methangase absondern kann.

Wer wirbt schon mit dem Club?

Die größte Ferienairline am Nürnberger Flughafen heißt mittlerweile Corendon. Die Nutzererfahrungen sind – positiv formuliert – durchwachsen. Zuletzt beklagten sich fränkische Urlauber, weil sie betreuungslos in Marrakesch gestrandet waren. Verdächtig vorkommen müsste einem auch, dass die türkische Fluggesellschaft einen ihrer Flieger zu Werbezwecken in den FCN-Farben anmalt.

Sorgen-Limbo

Manche decken sich mit Notvorräten ein, andere waschen sich stündlich die Hände. Dabei müsste man sich um etwas ganz anderes Sorgen machen: um Nitrat im Bier. Meint zumindest die NN-Lokalredaktion. Möglicherweise wurden dort die lokalen Brillen durch lokale Scheuklappen ersetzt.

Fehleinschätzung


Selbst der irrlichternde Gesundheitsminister räumt inzwischen ein, das Coronavirus unterschätzt zu haben. Einen geplanten Besuch in Franken hat er kurzfristig abgesagt. Vielleicht hat ihm aber auch bloß jemand gesteckt, dass hier keine CDUler wohnen, die ihn bei der Vorsitzendenwahl unterstützen könnten.


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